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Pu Erh Tee

Pu Erh Tee ist der berühmteste Tee aus der chinesischen Provinz Yunnan. Viele Quellen besagen, dass der Ursprung des Tees an sich in dieser Provinz liegt, welche sich im Südwesten von China befindet und heute noch die Heimat von vielen über 2.000 Jahre alten Teepflanzen ist. Im Herzen der Provinz befindet sich die Stadt Pu'er mit ihrem uralten Teemarkt, von der dieser Tee seinen Namen hat. Von dort wurde Tee mit Karawanen nach Tibet und ganz Südost Asien exportiert. Hierzu wurde der Tee, um den Transport besser zu überstehen, zu Teekuchen oder Blöcken gepresst, in Tuch oder Papier eingeschlagen und in Stapel, von jeweils sieben Teekuchen mit einer Bambushülle umgeben. Pu Erh Tee diente damals nicht nur als Genussmittel, sondern durchaus auch als Zahlungsmittel. Über die Jahrhunderte hat sich die Popularität von Pu Erh Tee von Hong Kong und Guangzhou nach Taiwan, Beijing, Shanghai und über gesamt Südost Asien ausgebreitet. Seit neuestem findet dieser Tee auch immer mehr Liebhaber in Europa und in den USA.

Über seine lange Geschichte hat sich jedoch eines nicht geändert, damals wie heute wird Pu Erh Tee aus mindestens drei Gründen gesammelt und geschätzt: zum Genuss, zum Erhalt und zur Wiederherstellen der Gesundheit und als Wertanlage. Pu Erh Tee, ist der einzige Tee der mit dem Alter immer besser wird und somit, ähnlich wie Wein, am Wert gewinnt. Dieses geschieht bei korrekter Lagerung durch permanentes langsames nachfermentieren des Tees.

 

Mao Cha – der Anfang aller Puer Tees

Alle Pu Erh Tees haben ihren Anfang mit ‚Mao Cha‘ oder ‚rohem‘ Tee. Im folgenden sind die einzelnen Schritte beschrieben, die notwendig sind um Mao Cha von Blättern alter Teesträuchern und Bäumen herzustellen. Zunächst wird der Tee von Hand gepflückt und vorsichtig in gewobenen Bambuskörben gesammelt. Einige der alten Teebäume sind so hoch, dass die Pflücker in das Geäst klettern müssen, um an die Blätter zu gelangen. Es ist wichtig, dass die Blätter auf keinen Fall verletzt werden da, sonst eine unkontrollierte Fermentation einsetzen würde, welches den Tee ruinieren würde. Die frisch gepflückten Blätter werden schnellst möglich in das nächste Dorf gebracht, um dort weiterverarbeitet zu werden. Dort werden die Blätter auf Bambusmatten in gut belüfteten Raumen ausgebreitet, um den Feuchtigkeitsgehalt der Blätter zu reduzieren, um die Blätter geschmeidiger zu machen und um Verletzungen beim späteren kontrollierten Erhitzen zu vermeiden. Bei diesem leichten Welken kommt es auf das optimale Timing an, sodass die Blätter bei einem Minimum an Fermentation / Oxidation geschmeidig werden. Durch kontrolliertes Erhitzen ("killing green") werden die Enzyme in den Blättern inaktiviert. Dies wird normalerweise in einem großen Wok durchgeführt, indem die Temperatur exakt kontrolliert werden muss. Der Teemeister bewegt hierzu die Blätter mit seinen bloßen Händen konstant um sicherzustellen, dass die Blätter nicht zu lange in Kontakt mit der Wandung kommen. Nur durch langjährige Erfahrung kann der Künstler anhand der Textur und des Aromas der heißen Teeblätter beurteilen wenn diese fertig sind. Anschließend werden die Blätter vorsichtig verletzt, sodass die Zellstruktur und die Zellen innerhalb des Blattes aufgebrochen werden um die Fermentation zu erlauben. Dies wird durch eine spezielle Knet- und Rolltechnik erreicht, wobei weder die Knospen noch die Blätter zerbrochen werden. Abschließend wird der Tee auf Matten in der Sonne getrocknet. Auch hier ist wieder perfektes Timing gefordert, da der Tee eine bestimmte Restfeuchtigkeit behalten muss, um später die Möglichkeit zu haben langsam weiter zu fermentieren, zu „altern“. All diese Schritte müssen umgehend nach der Ernte der Blätter durchgeführt werden und finden normalerweise direkt in den Bergen statt wo der Tee auch geerntet wurde.

Der fertige Mao Cha wird dann an unabhängige Teemacher oder Fabriken weitergegeben, welche ihn dann zu Blöcken, ‚Torten‘ oder Wou Dui Puer weiterverarbeiten.