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Schwarzer Tee

Schwarzer Tee, der in China auch als „Hong Cha“ oder Roter Tee bekannt ist, ist wohl das meist verbreitete und bekannteste Produkt der Teepflanze (Teebusch oder Camellia sinensis). Schwarzer Tee wird überall auf der Welt geschätzt und genossen, wobei er von allen Teesorten der am wenigsten geliebte in China ist. Die Spannbreite der Qualitäten bei Schwarz Tees ist enorm. Der Hauptanteil wird in Indien, Sri Lanka (Ceylon) und in Kenia unter Einsatz von Maschinen geerntet und erzeugt (CTC Methode). Diese Tees finden sich häufig in Teebeuteln oder als preiswerterer Tee bei den Discountern; welches nicht zwangsläufig heißen muss, dass es sich hierbei um schlechte Tees handelt. In all den genannten Regionen sowie auch in China werden auch exzellente hochwertige Schwarztees hergestellt. Für die Herstellung von hochwertigen Blatt-Tees sind vor allem in Indien Darjeeling, Nilgiri und Assam und in China die Provinzen Yunnan, Anhui und die Wu Yi Bergen zu nennen. Natürlich gibt es noch viele andere Regionen die bedeutend und erwähnenswert sind, jedoch ist hier nicht beabsichtigt eine Liste mit Anspruch auf Vollständigkeit zu erstellen.

Für anspruchsvollere Schwarz Tees werden die Teeblätter per Hand, meist von Frauen geerntet. Auch hier werden „two leafs and a bud“ also die Knospe mit den zwei darunter stehenden Blättern geerntet, indem jeder einzelne Trieb von den Pflückerinnen mit den Fingern von der Pflanze geknipst wird. Die Ernte gestaltet sich zum Teil sehr mühsam, da viele der guten Teegärten an schwer zugänglichen Hängen liegen und sehr sehr viele Triebe für ein Kilogramm fertigem Tee benötigt werden. Nach der Ernte gibt man die Blätter zum Welken in Körbe oder in Tröge, sodass diese etwas Wasser verlieren und für die weitere Verarbeitung geschmeidig werden. Anschließend werden die Blätter vorsichtig gerollt, um die Zellstruktur und die Zellen innerhalb des Blattes aufzubrechen, sodass die Fermentation / Oxidation beginnen kann. Die Fermentation findet in einem feuchtwarmen Klima bei etwa 30 °C statt; zu hohe Temperaturen würden dazu führen, dass der Tee einen „verbrannten“ Geschmack bekommen würde, bei zu niedriger Temperatur würde die Fermentation zum Erliegen kommen. Wenn der Tee voll fermentiert ist, wird dieser kurz bei 80 °C bis 90 °C getrocknet und anschließend werden die Blätter nach ihrer Größe sortiert und in Blatt-Tees, Broken-Teas, Fannings und Dust aufgetrennt. Die gesamte Dauer vom Welken bis zum Trocknen kann je nach Art des Tees und der eingesetzten Maschinen 10 Stunden bis über einen Tag dauern.

 

Die Qualitätsstufen des Schwarzen Tees oder Tea grades”

 

Grundsätzlich unterscheidet man in der Graduierung zwischen ganzen Teeblättern „Whole leaf Tea“ und zerbrochenen Teeblättern, den „Broken, Fennings und Dust“. Die im folgenden kurz beschriebenen, aus dem englischen stammenden Bezeichnungen / Abkürzungen für die Qualitätsstufen sind standardisiert und gelten für (fast) alle Schwarzen Tees. Es ist jedoch nicht ungewöhnlich, dass einzelne Länder, Regionen oder Teegärten noch Zusatzbezeichnungen einführen, um eine nähere Charakterisierung des Tees zu ermöglichen.

 

 

Blatt Tees oder „Whole leaf Tea“ aus orthodoxer Produktion:

OP - Orange Pekoe: der Tee besteht hauptsächlich aus längeren drahtigen Blättern und enthält keine Blattspitzen (Tips)

FOP - Flowery Orange Pekoe: der Tee besteht aus längeren Blättern mit einigen Blattspitzen

GFOP - Golden Flowery Orange Pekoe: der Tee hat einen höheren Anteil an Blattspitzen als

TGFOP - Tippy Golden Flowery Orange Pekoe: der Tee mit dem höchsten Anteil an Blattspitzen

FTGFOP - Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe und

SFTGFOP - Special Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe: Blatttees der höchsten Qualität. Es werden nur die besten Blätter und viele Balttspitzen (etwa 25 %) verwendet. Diese Tees werden nur auf den besten Plantagen und fast ausschließlich von Hand gefertigt.

 

Tee aus Blattfragmenten oder „Broken, Fennings und Dust“

 

Dust (Staub): der Tee besteht aus Tee „Staub“ und kleinen Blattfragmenten

Fanning: der Tee besteht aus (kleineren) Blattfragmenten

BOP – Broken Orange: der Tee besteht aus kleinen Blättern und Fragmenten Größerer Blätter

FBOP – Flowery Broken Orange Pekoe: der Tee ist gröber als BOP und enthält einigen Blattspitzen.

GBOP – Golden Broken Orange Pekoe: Tee guter Qualität mit einigen Blattspitzen

TGFBOP – Tippy Golden Flowery Broken Orange Pekoe: Tee hoher Qualität mit vielen Blattspitzen

 

Die Bedeutung hinter den vier Buchstaben:

F: steht für „Flowery " oder im Deutschen für blumig. Da für diese Tees nur junges Blattwerk verwendet wird deutet Flowery auf das blumige Aroma des gebrühten Tees hin.

O: steht für „Orange" und leitet sich wohl von den Farben des holländischen Königshauses ab und soll somit königlich oder das Beste wiederspiegeln.

P: steht für „Pekoe", wohl die englische Variante des chinesischen Wortes „Pak-ho“, welches so viel wie „Flaum“ bedeutet und für den feinen Flaum der sich auf Knospen der Teepflanze befindet steht. Früher stand Pekeo für das feinste Blatt, wird heute aber inflationär fast für alle Schwarz Tees verwendet.

T: steht für „Tippy ". Tips sind die hellen Blattspitzen der jüngsten Blätter. Sie geben dem getrockneten Tee ein besonderes Aussehen